Strandkleid mit Künstlerkind!

Kinderkleidung nähen ist eine wirklich schöne Sache, vor allem sind die Teile recht klein und übersichtlich, auch hält sich der Stoffverbrauch in einem überschaubarem Rahmen. Das ganze ändert sich, wenn man für Erwachsene näht, für mein Strandkleid habe ich 2,5m Leinen verbraucht, allein die Länge braucht schon etliche cm.

Nun hatte ich aber dieses Kleid gesehen und wollte es unbedingt haben, das ich wie letztens beschrieben an einem heißen Sommertag zum Stoffhändler gefahren bin.

Allein das bügeln der Stoffmassen fand ich müßig, da aber der Weg das Ziel ist habe ich mich auch bei 35°C Außentemperatur dieser Aufgabe gestellt.

IMG_4109 Blog Ausschnitt

 

Danach begann eigentlich erst das Drama! Das Schnittmuster (ein Freebook) war nicht ganz so passend und entsprach nicht in allen Punkten meinen Vorstellungen. Auch die Anleitung war etwas minimalistisch was die Sache nicht erleichterte.

Geändert habe ich die Länge, die war mir im Original optisch zu kurz, wobei sie mir nun etwas lang erscheint, aber das kann man gegebenenfalls auch noch mal ändern. Außerdem wollte ich es noch ein wenig mehr ausgestellt haben, zum Glück habe ich vorher nochmal gemessen und mir meinen ersten Plan anhand eines Maßbandes visualisiert, sonst hätte ich jetzt ein Kleid mit der Breite eines Autos, was wohl eher merkwürdig aussehen würde.

Ich muss ja sagen, ich bin wirklich nicht der Kleider oder Rock Typ, so was habe ich zu meiner Hochzeit getragen oder auf einem Ball, aber im normalen Alltag habe ich sie bisher als unpraktisch und für mich nicht passend erachtet. Nun ja, das Kleid ist zwar nicht perfekt, es bedarf noch einiger Optimierungen (ua ein Abnäher im Brustbereich), aber das kann ich im Winter machen wenn das Kleid nicht gebraucht wird!

Für den Strand war es richtig super und wenn es heiß ist trägt es sich durch seine lockere Form bestimmt gut, nur beim Treppensteigen, vor allem mit einem Baby auf dem Arm und naturgemäß bepackt wie ein Lastentier ist es leider etwas unpraktisch da man es vorne hochraffen muss um nicht auf den Saum zu trampeln. Aber da wir bei uns nicht wirklich Treppen steigen müssen habe ich Glück.

Ich weiß ihr seid neugierig und gespannt auf ein Tragefoto, ich habe auch lange überlegt, ob ich mich dem hingeben möchte, aber kann man es der Netzgemeinde wirklich zumuten?

Der Künstlerkind Papa hat zumindest alles getan um ein einigermaßen brauchbares Foto von mir zu schießen (ich hasse es fotografiert zu werden), deshalb will ich nicht so sein und zeige euch ein Bild.

Was mir noch einfällt, im Zuge des Kleid nähens kamen mir noch mehr Ideen für Oberteile aus Leinen, mal sehen, wenn ich passende Schnitte für meine Ideen finde gibt es vielleicht nächsten Sommer neue Klamotten für mich. Aber auch das Kleid werde ich nochmal nähen und es direkt optimieren, um es dann aber perfekt auf meine Figur anzupassen werde ich mich mit meiner Mama hinsetzten und das Schnittmuster verändern damit es wirklich sitzt, für einen Ersten Versuch ist es trotzdem ganz OK. Auch möchte ich noch andere Farben versuchen und eventuell etwas aus einer Leinen/Baumwoll Kombination machen, mal sehen, ich tüftle noch.

Nun will ich euch aber nicht mehr länger auf die Folter spannen und präsentiere euch endlich das Kleid nebst Inhalt:

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Schnittmuster: Soulful sewing Projekts

Stoff: Leinen

Stoffhändler: Caro von Jordan

Location: Grömitz Strand

Fotos: Daniel Hartinger
Einen schönen Tag an alle!

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