Dress up your doll!

Aschermittwoch, die Fastenzeit beginnt und wir steuern auf Ostern zu. Fastet ihr, wenn ja in welcher Form? Ich finde es bewundernswert wenn man es schafft eine ganze Weile auf etwas sehr liebgewonnenes zu verzichten, ich grüble noch, ob ich und was ich machen soll.

Wer nicht fasten muss, sind unsere Puppen und um die geht es heute. Vor Weihnachten rief  Sonja von SillyJay zu einem Vorweihnachtlichen nähen auf, jeden Tag gab es einen Teil zu einem Schnitt und wenn man alle zusammen hatte, hatte man Zeit diese zu nähen. Das ganze entwickelte sich zu einer kleinen Sucht, jeden Tag freute ich mich über das nächste Schnipselchen und dann ging das Nähen los. Im Hause Künstlerkind bekamen zwei Puppen ein neues Outfit, die Kleinere bekam unsere Große zu einem betrieblichen Weihnachtsfest vor einigen Jahren geschenkt und die Große Puppe gehört mir, ich bekam sie von meinen Eltern als Kind geschenkt.

Genäht wurden einige Teile, die Puppen sind nun erst mal gut ausgestattet.

Gleichzeitig hat Sarah von Minamo die Puppen Badekollektion entwickelt und natürlich konnte ich da auch nicht nein sagen, schließlich kommt der nächste Sommer bestimmt und da müssen die Puppen doch auch entsprechend gekleidet sein.

 

Die erste Kombination war eine Hose und ein Pulli, das gesamte Nähen war so aufgebaut, dass man erst ein Schnittmuster sammeln musste und dann, ich meine 2-4 Tage (kann auch anders gewesen sein, das habe ich leider vergessen) Zeit hatte das fertige Teil zu zeigen, wenn man in der vorgegeben Zeit nichts gezeigt hatte (es sei denn, man war entschuldigt, dann war man leider raus). Klingt ein wenig hard, aber da der Schnitt letztendlich ein Geschenk war, verständlich. Meine Beiden Damen bekamen zunächst die Hosen, diese sind ein Upcycling aus den Resten einer Jeans vom Künstlerkind Papa die er im Sommer abgeschnitten hatte. Da sie so ein wenig trist aussahen bekam die Kleine Puppe die Graziela Blätter appliziert und bei der Gr0ßen gab es Bündchen als Beinabschlüsse. Oben habe beide Hosen ein Bündchen, also ganz einfach an und auszuziehen, auch für die Kleinen Mäuse.

Jeder Schnitt war eine Überraschung, es wurde nie gesagt was als nächstes genäht wird, lediglich welche Art der Stoffe man sich bereitlegen sollte.

Der Zweite Schnitt war dann der Pulli, diesen habe ich dann passend zu den Hosen genäht, denn es sollte klar sein, dass es ein Set ist.

Ich meine das das Dritte die Schühchen waren, die waren als Einziges ein „man kann“, da mir das zu friemelig war und ich meine Kinder kenne, habe ich ausgesetzt, denn die Puppen werden diese Schühchen nie wirklich tragen und zum verlieren wäre es zu schade.

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Natürlich benötigt eine Puppe auch eine Unterhose, denn wenn es mal ein Kleidchen geben sollte, kann man das „Kind“ untenrum nun mal nicht nackt gehen lassen. Die waren ruckizucki genäht und sind vom Stil eher wie eine Boxershorts als eine Unterhose.

Weiter ging es mit einem Trägerkleidchen, da hat das Künstlerkind erst mal nicht richtig gelesen und Schwupps einen Fehler gemacht, aber ich war nicht die Einzige, dass ist auch andern passiert was mich sehr beruhigt hat.

 

Könnt ihr den Fehler sehen? Vermutlich nicht. Ich habe den Rockteil nur 1x statt 2x zugeschnitten was ihn somit eher eng als walle weit gemacht hat. Allerdings dachte ich mir, dass man das auch ruhig so lassen kann, man muss nicht immer alles wie die Masse machen. Die Träger habe ich aus Webbändern gemacht, aber so ganz zufrieden bin ich damit nicht, ich muss sie unbedingt in der Mitte festnähen, denn die Kinder zupfen sie ständig unabsichtlich raus wenn sie versuchen die Schleifchen zu machen, evtl. löse ich das Trägerproblem auch noch ganz anders, mal sehen.

Nach dem leichten Kleidchen gab es einen Jumpsuit, den finde ich richtig putzig und erinnert mich an Sonne, Strand und Meer.

Ich finde sie richtig schön, gut bei der Kleinen Puppe müsste man die Länge der Hose etwas anpassen, aber sonst sind sie gut. Allerdings haben wir auch hier das selbe Trägerproblem wie bei den Kleidchen, auch hier werde ich noch eine Änderung vornehmen.

Da wir uns aber noch im Winter befinden würden unsere Puppenkinder sehr frieren, das kann man natürlich nicht so lassen und so gab es eine kleine Anleitung, wie man für jede Puppen-/ Teddygröße mit wenig Aufwand einen niedlichen Poncho nähen kann. Meiner ist etwas knapp geraten, aber er passt, beim nächsten mal muss ich einfach etwas großzügiger zeichnen.

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So schön eingemuckelt kann man auch einen sommerlichen Hosenanzug unter dem Poncho tragen und kann sich keinen Schnupfen holen.

Mein persönlichen Highlight sind aber die beiden Kleider, die sind einfach nur schön und wurden als Weihnachtsoutfit getragen. Um die Kinder zu überraschen hatte ich die Puppen Anfang Dezember verschwinden lassen um sie dann mit ihrer neuen Garderobe mit einem Köfferchen unter den Tannenbaum gestellt.

Die Kleidchen sind dieses mal auch mit dem richtigen Rock genäht und so wirken sie einfach richtig schön.

 

Bei der kleinen Puppe habe ich den Rock aus Baumwolle gemacht, finde ich sogar ein bisschen „eleganter“ als nur aus Jersey. Der Schnitt sieht eigentlich auch für den Rücken einen V-Ausschnitt vor, aber das mochte ich nicht so, deshalb habe ich es gelassen und einen normalen Halsausschnitt gemacht.

Weil das noch nicht genug Puppenkleidung war, habe ich bei Minamo auch glatt noch den Puppenbadeanzug mit getestet, auch total niedlich und während des Nähens entstanden dann noch die die Idee zum Bikini und zur Badehose, es gibt schließlich auch Jungspuppen und die sähen in einem Badeanzug doch etwas eigentümlich aus.

 

Ich finde beides wirklich niedlich, aber für unsere Puppen mit ihrem weichen Torso der mit weißem Stoff bezogen ist sieht es komisch aus. Der Badeanzug geht gerade noch, aber der Bikini seht bei solchen Puppen leider doof aus, deshalb wird unser nun als Unterwäsche Zweckentfremdet, ich finde es gibt Schlimmeres.

Wer meinem Blog schon länger folgt und ein aufmerksamer Leser ist, dem sind bestimmt die ein oder anderen Stoffe aufgefallen die ich hier verarbeitet habe. Das ist nämlich richtig praktisch an den Puppensachen, ihr braucht keinen Stoff kaufen (es sei denn, ihr wollt), denn es reichen Reste mit den man schon immer irgendetwas machen wollte, aber nie so richtig eine Idee hatte, was es werden soll. Auch sind die Schnitte so konzipiert, dass man nicht zwingend eine Puppe braucht die man anziehen möchte, auch sehr viele Stofftiere wurden während des Vorweihnachtlichen Nähens eingekleidet.

Wenn ihr nun auf den Geschmack gekommen seid, schnappt euch die Puppen, besorgt euch die Schnitte und los geht’s.

Noch ein kleiner Hinweis, bald startet meine Geburtstagsshirt Linkparty, also seid schon mal kreativ denn ich freue mich schon auf viele schöne Shirts, mein Shirt unserer Kleinsten wird mein eigener erster Beitrag sein.

 

Schnitt: Winzlinge 2015 Puppencollection Größe 35-56cm – SillyJay, Puppenset Badespaß   – Minamo

Größe:  40 und 56cm

Stoffe: Stoffreste von den verschiedensten Projekten die ich 2015 vernäht habe

Fotos: Daniel Hartinger

 

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0 thoughts on “Dress up your doll!

  1. Die Puppensachen sind ja niedlich! Ich sammle auch immer mit dem Gedanken, mal Puppenkleider zu nähen, die Stoffreste. Allein, mir fehlt die Zeit… 🙂
    Eine Geburtstagsshirt-Linkparty finde ich übrigens sehr sehr cool! Das ist eine tolle Idee!
    LG Jana

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