Künstlerkind tüddelt

Guten Morgen, langsam starten wir wieder in den Alltag, am Mittwoch beginnt die Schule wieder und heute steht schon die erste schulische Aktivität an, die Klasse der Großen muss geputzt und hergerichtet werden. Eigentlich wird dies am vorletzten Schultag erledigt, da unsere Kinder dieses Jahr aber keinen Raumwechsel hatten haben wir uns entschieden es zu verschieben. Das Tochterkind kann ihren Zeugnisspruch auswendig und nachher werden wir noch den Ranzen packen, ich habe ihn in den Ferien mal in die Spülmaschine gesteckt, hat ganz gut funktioniert. Die Vorbereitungen für die Einschulung laufen auch schon, meine Schwester hat mir Buchstaben und Zahlen ausgestanzt, die werde ich als Tischdeko verwenden, dann muss ich noch einen Beutel für seine Eurythmieschlappen nähen und ganz wichtig – mein Outfit. Die Schnitte und der Stoff sind schon da, jetzt muss ich nur noch an die Maschine, mal sehen wie es wird.

Die Klamotten für die Kinder hatte ich schon längst genäht und parat gelegt, den Kuchen muss ich noch backen, aber noch gibt es dazu keinen Masterplan, das wird spannend, aber zum Glück habe ich da noch bis Montag Zeit.

Nun aber mal zu einem Teilchen welches eher selten im Hause Künstlerkind vor kommt, da meine Damen so gut wie nie Haarbänder oder Tücher für die Haare nutzen gab es bisher auch wenig bedarf welche zu nähen. Allerdings finde ich es gar nicht schön wenn die Haare so unkontrolliert herumwuseln. Also habe ich den beiden „großen“ Damen „Garnelenkrönchen“ gemacht, die sind echt klasse und wunderbar flott genäht. Die meisten gestalten ihre Krönchen total bunt und betüddelt, ich finde das auch echt niedlich, aber es passt einfach nicht zu meinen Kindern, trotzdem habe ich unsere auf meine Weise aufgerüscht.

 

Wie überraschend, eines der Krönchen hat eine Applikation bekommen, das kleine niedliche Vögelchen schaut fast aus, als könnte es eine Baby Pia sein, aber sie gehört zu einer Applikation von „Frau Fadenschein“

 

Das „Rotkäppchen“ –  bei mir ein „Mintkäppchen“ hat das kleine Vögelchen dabei und es könnte normal auf dem Pilz sitzen, allerdings fand ich es total niedlich ein passendes Haarband zu haben und deshalb ist unser Vögelchen eben dort.

Die Applikation an sich ist wieder eine meiner aufwändigeren Werke, die viele kleinen Teile, die man alle nach und nach aufnähen muss halten schon etwas auf, aber dafür finde ich das Gesamtbild einfach super schön. Das Shirt mag ich auch total gerne, wie neulich wieder ein „Happy Zipfelchen“, und überhaupt, das gesamte Outfit passt einfach wunderbar zu uns.

Das „Rotkäppchen könnt ihr in zwei verschiedenen Varianten nähen, denn man kann es auch ohne Wolf und dafür mit einem kurzen Kleid applizieren, das sieht auch niedlich aus. Das Weiße im Auge des Wolfes habe ich allerdings mit der Hand gestickt, das hält besser.

 

Wie man sieht ist die Applikation recht groß (18x28cm), aber wer mag kann sie auch größer oder kleiner machen, wobei ich kleiner natürlich friemeliger finde. Beim Gesicht habt ihr auch mehrere Möglichkeiten der Gestaltung, ob mit offenen Augen und lachendem Mund oder geschlossenen Augen und einem staunenden Mund. Toll an den Applikationsvorlagen von Frau Fadenschein finde ich immer die schon gespiegelte Vorlage und alle Teile sind wunderbar auf verschiedenen Blätter mit einer genauen Beschriftung versehen. Die Anleitungen sind klar strukturiert und nicht wie bei meinen in Fotoform sondern als Grafiken, ich finde das super, denn man kann hervorragend erkennen was man machen soll. Allerdings ist die Applikation schon eher etwas für Fortgeschrittene, man braucht einfach ein wenig Übung um die filigranen Teile sauber applizieren zu können.

Wer also noch auf der Suche nach einer Inspiration für unseren #Applikationswettbewerb ist – wie wäre es da mit einem Märchenmotiv?

Um noch mal auf die Haarbänder zu komme, das mit dem Vögelchen war nicht mein einziges, der Rockstar hat noch ein echt „cooles“ Haarband bekommen.

 

Die Schleife ist mir leider nicht gelungen, das ärgert mich doch etwas, aber der Kurzen gefällt es, sie ist eh nicht so der Typ für viel SchnickSchnack. Da ist die Große zumindest schon etwas eher für zu haben.

Sie kam auch noch in den Genuss zweier Haarbänder, ein knalliges, gute Laune Haarband passend zu ihrem Outfit mit den beiden Ananas „Pina und Colada“, als „Tüddelkram“ habe ich einfach eine Jerseynudel in einem kreativen Geschlängel über das Band genäht, kleiner Aufwand, aber eine schöne Wirkung.

 

Ich muss ja gestehen, dass dies mein Lieblingshaarband ist, ich mag einfach diese knallige Farbe und da es ein richtig toller Biostoff ist macht es die Sache noch besser.

Als Viertes gab es noch ein passendes Haarband zu ihrer Smala von Smalino, da sie das Kleid wirklich oft trägt lohnt sich ein passender Haarschmuck in jedem Fall. Dieses mal bin ich für meine Verhältnisse echt eskaliert, ich habe einen riesen Schleifenbrummer aufgenäht, ein eher ungewöhnliches Accessoire für uns.

 

Auf dem einen Foto wirkt sie schon so groß, gar nicht mehr wie meine kleine Maus. Aber auf alle Fälle sehr elegant.

Das „Garnelenkrönchen“ habt ihr eigentlich ganz flott genäht, ob ihr den Abschluss gerade gestaltet oder in Wellen, mit oder ohne Applikation oder Tüddelkram, das bleibt alles eurer Kreativität überlassen. Ich finde es praktisch, denn man hat ganz flott ein nettes Accessoire für jedes Kleidungstück genäht. Auch als kleine Mitbringsel immer wieder toll geeignet und absolut Anfängergeeignet.

Ich wünsche einen schönen Tag, ich muss gleich los und später kann ich hoffentlich noch ein paar Applikationen vorbereiten.

Schnitt: Garnelenkrönchen für jede Größe – Einzelstücke by Sonchen (in Sonjas DIY Gruppe bei Facebook), Applikationsvorlage „Rotkäppchen und der Wolf“ – Frau Fadenschein, Happy Zipfelchen Größe 86-152 – Happy Pearl und Kinderkleid Smala Größe 62-170 – Smalino

Größe: 110 und 140

Stoff: roter Jersey, Criss Cross White Sweat, BLACK&WHITE/ PLUS BLACK,  Feincord Washed DuoColor schwarz-violett – ÖkoTex  – Kleewlad, weißer Jersey – Ewirala und schwarzer Sweat – Tante Hilde und die Haarbänder und Applikationen aus Stoffresten

Fotos: Tanja Hartinger

 

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