Unser „Käse“

Sonnige Grüße, ja, mich gibt es noch und noch immer habe ich tolle Sachen im Gepäck, aber derzeit ist mir einfach nicht so sehr danach zu schreiben und zu bloggen, obgleich hier eine Menge Sachen fertig und ungezeigt auf meiner Festplatte schlummern. Immerhin ist heute mal schönes Wetter und das schafft immer einen guten Motivationsschub, nachdem ich den Haushalt (unter tatkräftiger Unterstützung der Jüngsten) erfolgreich erledigt habe, nehme ich mir jetzt einfach noch die Zeit euch zu schreiben.

Gefühlt ist es schon Ewigkeiten her, dass ich unseren „Käse“ genäht habe, zur Erklärung in unserer Familie bezeichnen wir – warum auch immer – diese Sitzhocker so. Was ich richtig lustig finde ist die Tatsache, dass sich alle vier Kinder und der Papa um dieses schöne Stück gerangelt haben und der Papa deshalb gewonnen hat, weil er noch nie von mir benäht wurde.

Das war mal eine Aktion, normalerweise nähe ich nur Kleidung, ganz selten mal eine Tasche oder aber Stofftiere, aber dieses Projekt war mal etwas ganz anderes und richtig cooles! Als ich es gesehen habe, wusste ich sofort, dass ist MEIN Projekt und wir brauchen es ganz dringend. Das Zirkuskissen von „Frau Scheiner schneidert“ ist ein „MUST HAVE“, zumindest bei uns und wenn ihr mehr dazu lesen wollt, schaut mal bei ihr vorbei.

Dieses Kissen ist die große Variante, wer mag, kann es auch von der Höhe nur halb so hoch machen, auch gibt es für oben zwei verschiedene Varianten. Ich habe mich zu einer Mischung aus den beiden Kissen entschieden, denn ich fand das geteilte Oberteil so schön, wollte aber die große Größe nähen, das ist eben das wunderbare wenn man es selber macht, man kann es so gestalten, wie es einem am besten gefällt.

Wer mag, kann auch noch eine der drei Applikation verwenden, wir haben uns gemeinschaftlich für den Panda entschieden, denn der passte so gut zur Stoffauswahl. Letzteres war eine echte Herausforderung, denn im Netz wirkte meine Idee noch richtig gut und als ich dann die Stoffe hier liegen hatte saß ich da – komplett verzweifelt, denn es sah überhaupt nicht so aus wie ich es mir vorgestellt hatte und somit war ich erst einmal unglücklich. Zum Glück hatte der Künstlerkind Papa dann den rettenden Einfall und eine gute Idee, wie man alles kombinieren könnte.

Somit ging es dann frisch ans Werk, zunächst mit dem für mich leichtesten Teil der Applikation! Diese war Ruckzuck erledigt und ich widmete mich dem Innenkissen. Auch dieses war schnell gemacht und trotz Reißverschluss keine Schwierigkeit. Dann ging es aber für mich ans Eingemachte, denn die gefühlt 100000000 Einzelteile mussten akkurat zusammengefügt werden. Bevor ich in die Anleitung geschaut hatte, dachte ich, OHA, wie soll ich das denn machen? Nachdem ich allerdings einen Blick hinein geworfen haben, war ich sofort beruhigt, denn Anita beschreibt jeden Schritt einzeln in Wort und Bild und mit dieser super Anleitung war es sogar für mich, der „optischen Vorstellungskraft Legasthenikerin“ sehr gut nachzuvollziehen wie und was ich tun soll.

 

 

Im Großen und Ganzen war das Nähen dann doch nicht so schwer wie ich es auf Grund der Bilder befürchtet hatte, es dauert natürlich alles seine Zeit, aber man muss eben auch etwas exakter arbeiten als mit dehnbaren Stoffen.

Nachdem alles genäht war starteten wir die Befüllung. Was ich nicht bedacht hatte war, dass ich aufgrund meiner Füllmaterial Wahl besser einen Reißverschluss in die Naht von Boden und Seitenteil hätte machen sollen, denn dann kann man den kompletten Bezug abnehmen und waschen ohne die Füllung rauspopeln zu müssen. 

Nun ja, aus Fehlern wird man klug, das nächste Kissen wird dann optimiert. Ach ja, wir haben mit Roggenstroh gefüllt, dafür hat der Künstlerkind Papa sich einen Trichter gebastelt und wir haben es langsam einrieseln lassen. Die Küche, die Kinder und wir sahen nach der Aktion aus, als wäre ein Strohlaster explodiert. 

Wir haben in etwa, 11kg eingefüllt, aber da dachten wir schon, es könnte noch was rein. Nun haben wir unseren „Käse“ schon ein paar Wochen im Gebrauch und stellen fest, dass wir noch mal deutlich nachfüllen müssen, denn das Stroh hat sich jetzt gesetzt und „verdichtet“, so dass wir richtig Luft haben. Zum Glück haben wir noch einiges an Roggenstroh übrig, damit müssen wir die Tage endlich mal wieder ran. 

Ansonsten ist der Künstlerkind Papa sehr glücklich mit seiner Fußablage, jeden Abend wenn er es sich bequem macht, kommt sie zum Einsatz. Tagsüber wird das Kissen abwechselnd von einem der vier Kinder belegt, sie fragen schon immer, wann ich noch mehr nähe, aber erst mal steht hier wieder ein Geburtstag ins Haus, der letzte der vier Kindergeburtstage für 2017, dann sind meine Kinder durch. 

Wir sind sehr begeistert, ich muss aber auch gestehen, ich finde die Ideen und Anleitungen von „Frau Scheiner schneidert“ einfach toll und erfreue mich immer wieder daran. Nun denn, jetzt gehts erst mal raus, bin heute fast unterfordert, denn zwei Kinder sind bei Freundinnen, da ist es hier richtig ruhig. 

Genießt das feine Wetter, bis bald!

Schnitt: Zirkuskissen – Frau Scheiner schneidert

Stoff: Michas Stoffecke

Fotos: Daniel Hartinger


Verlinkt zu: