Bei Wind und Wetter gut gerüstet!

Einen herbstlichen Donnerstag euch allen, lang lang ist’s her, dass ich etwas bei „RUMS“ gezeigt habe. Ich kann mich schon gar nicht mehr erinnern – so lange ist es schon her. ABER heute habe ich endlich wieder etwas und das ist sooooo toll.

Ich muss ja sagen, es gibt Dinge – Schnittmuster – vor denen habe ich Respekt und ich traue mich fast nicht ran. Es gibt nicht viele, aber zum Beispiel sind Taschen so Dinge, das kann; will ich nicht, aber auch andere aufwändigere Schnitte mit evtl. schwierigen Passagen.

Dennoch liebe ich Herausforderungen (ja, das eine schließt das andere nicht aus) und als ich den „Wind und Wetter“ Parka von Lotte und Ludwig sah – tja was soll ich sagen, da Schmiss ich alle Ängste über Board, bestellte mir Stoff und los ging es.

Jaaaa, STOP! Nicht ganz so schnell. Stoff bestellen war eine weitere Herausforderung, denn die Jacke sollte für mich zum einen nicht so schwer und nicht so Voluminöse werden. Deshalb also erst mal gebrütet und dann hatte ich ihn, MEINEN Jackenstoff. Er nennt sich Teslan und ist, laut seiner Beschreibung ein Outdoor Stoff.

Alles klar, wird schon dachte ich mir, haptisch hatte ich in etwa eine Vorstellung, was es sein könnte. (Knapp daneben ist aber auch vorbei)

Um dem grauen Stoff Farbe zu verleihen habe ich mir als Innenfutter petrolfarbenen Fleece und Kordel ausgesucht.

Als dann der Stoff kam, nur für die Jacke 5m, war ich kurz etwas erschrocken. Der Teslan war gar nicht so wie ich mir gedacht hatte das er sei! Ich hatte einen festen etwas dickeren Stoff erwartet und vor mir lag etwas, dass sich wie die alten Jogginganzüge aus den 90ern anfühlte – ähnlich wie Segeltuch.

Nun gut, kurz geschluckt und Augen zu und durch. Ich kann euch sagen, der Zuschnitt fand unter Ausschluss der Familie auf dem Wohnzimmerboden statt. Super, ich bin wie eine wilde auf allen vieren da rumgekrabbelt und habe gefühlt 100000 Teile zugeschnitten die auch noch Kilometer lang waren. Was ist es doch schön für Kinder zu nähen, das zuschneiden dauert nicht mal halb so lange.

 

Aber gut, weiter im Text! Nachdem alles zugeschnitten war ging es auch schon los. Um mich in die Materie einzufitzen habe ich mit dem Futter begonnen. Die Teile waren total schnell genäht und ich war euphorisch die Jacke noch diesen Winter tragen zu können.

Aber dann, dann kam die eigentliche Arbeit, die äußere Hülle! Oh mei, da ich nicht darüber nachgedacht hatte was Teslan an sich für ein Material ist, hätte ich die wahnsinns Idee auf dem Rücken meiner Jacke einen Plott anbringen zu wollen und der Totenkopf von „Fred von Soho“ musste es unbedingt sein!

 

Eine ganz „geniale“ Idee, die zum Glück funktioniert hat, denn ein Stoff, der zu 100% aus Polyamid besteht heiß zu bügeln hätte auch ordentlich in die Hose gehen können. Aber wie der Rheinländer sagt:“ Et is noch immer jot jejange!“

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Nachdem dieses Hindernis erfolgreich umschifft wurde ging es fröhlich weiter, die Taschen, Kordelzug und Untertritt nebst Reißverschluss bargen ebenfalls ein hohes Risiko für mich. Ich denke aber, dass ich es ganz gut gemeistert habe, auch wenn mein Kordelzug (ich habe mich an den Markierungen im Schnitt orientiert) etwas tiefer hätte sitzen können und mein Reißverschluss auch deutlich akkurater hätte eingenäht werden können, bin ich mit meiner ersten Jacke für mich mehr als zufrieden und ich finde sie richtig toll. Das schöne ist auch, dass ich sie mir genau so vorgestellt habe bevor ich genäht habe und es auch fast perfekt geworden ist. Ich hatte dann noch die Idee mein Label auf SnapPap zu nähen und dies dann außen an den Ärmel zu machen. Was ich auch noch bei meiner Jacke getestet habe, ist das „Versteckte“ Bündchen für die Arme, ich wollte es unbedingt ohne Durchzug haben, deshalb habe ich mich dazu entschlossen und es hat geklappt.

Allerdings reizt meine Jacke nicht das gesamte Potential des Schnittes aus, denn trotz einer Tragemaus habe ich bei meiner Jacke auf den Trageeinsatz verzichtet. Nicht weil ich es nicht gut fände, im Gegenteil – so eine Jacke ist wirklich total praktisch, aber unsere Kleinste ist nun auch schon 2 Jahre und 8 Monate alt und ich denke, dass sich unsere Tragetage dem Ende nähern. Deshalb habe ich beschlossen es zu lassen und mir „nur“ eine klassische Variante genäht.

Der Trageeinsatz kann wahlweise vorne oder hinten eingesetzt werden, wenn man sich für die Rückenvariante entscheidet wird die Jacke minimal anders genäht als meine. Aber das war noch immer nicht alle, denn es gibt auch einen Schwangereneinsatz für diese Jacke. Somit eine rundum sorglos Jacke rund ums Mami sein.

Nun war zwar meine Jacke fertig, aber für die richtig kalten Tage fehlte mir noch etwas für den Kopf und Hals. Die Mütze – eine Beanie von Smalino war schnell gefunden und in Rekord Geschwindigkeit genäht. Eigentlich ist sie eher für Männer gedacht und mein Köpfchen ist auch etwas unterhalb der Größe, aber sie passt und ist cool, damit hat sie schon gewonnen. Dann ging es an den Hals – eine Halssocke wollte ich nicht, deshalb habe ich mir nach der Anleitung von „Mamahoch2“ meinen – ihr werdet es nicht glauben, aber es ist tatsächlich so, meinen ERSTEN Loop genäht. Ging ganz einfach, ich habe keine Ahnung, warum ich das nicht schon längst gemacht habe. Nun bin ich für den Herbst definitiv super gerüstet und durch die letzten Tage war mein Parka nun auch schon einige Male im Einsatz.

 

Nun wünsche ich euch einen schönen Tag, ich teste mal wieder ein neues Backrezept, bin sehr gespannt, wie es schmeckt. Ich werde euch berichten.

 

Schnitt: Wind&Wetter Parka Größe 34-48, WWP Trage- und Schwangerschaftseinsatz – Lotte&Ludwig, Loop & Beanie Lupini – KU 55-61cm Größe KU 55-61 – Smalino, Nähanfängeranleitung: Loopschal in zwei Varianten, SnapPap – Gewinn von Makerist und Plotterdatei „keep a cool head – Fred von SOHO

Stoff: Teslan, Baumwollfleece, Kordelstopper und Kordel – Michas Stoffecke

Fotos: Daniel Hartinger

 

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Was schickes für die Mama

Donnerstag, belassen wir es einfach bei der Feststellung. 

In knapp einer Woche hat mein kleiner, feiner Blog Geburtstag und ich freue mich schon soooooo sehr, dann gibts Geschenke – ich liebe Geschenke! 

Ach so, ja natürlich: die Geschenke sind für euch, es wird für jeden etwas dabei sein und ich bin gespannt, wie es euch gefällt. 

ABER, ihr müsst euch noch etwas gedulden. 

Um die Wartezeit zu überbrücken zeige ich euch mal ein Teilchen für die Mutti!

Endlich habe ich mal wieder einen Beitrag für RUMS, dort habe ich schon lange nichts mehr verlinkt!

Ich habe, gut schon vor Längerem mal wieder etwas für mich genäht, irgendwie bekommen doch immer eher die Kinder ein schönes Teil und für mich bleibt da weniger Zeit. Deshalb freue ich mich umso mehr, wenn es mal klappt.

 

Da ich nicht so gerne Pullover trage, kam der Cardigan genau richtig für mich, ein Teilchen das ich flott überwerfen kann und welches auch super für die Übergangszeit geeignet ist. Die Keep Cool Jacket von M. B. works kann aber auch als „richtige“ Jacke genäht werden und wer Lust hat, es gibt im Schnitt die Möglichkeit das Teil mittels Kreisen zu verschönern. Diese werden nicht appliziert, sondern eingesetzt.

 

Ich habe mich allerdings für die schlichte Variante entschieden, denn wie man weiß, ist das doch eher mein Style. In meiner Variante ist der Cardigan Ruck Zuck genäht und als Basic Teil eine super Sache. Für die Kreise sollte man schon etwas Näherfahrung mitbringen und auch mehr Zeit einplanen, denn das ist deutlich aufwendiger.

Verwendet habe ich wieder mal den Swafing Strick, den ich auch schon für die Faiva von Schnittgeflüster vernäht habe, ich mag den so gerne und lila ist auch eine meine Favorits. Das Tolle ist, ich habe einen Schnitt für meine Große gefunden, der so ähnlich ist und so gehen wir nun im Doppelpack.

 

Schnitt: Keep Cool Jacket Größe 32 – 54 – M. B. works

Stoff: Swafing  – ich habe es leider vergessen!

Fotos: Daniel Hartinger

 

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